Dr. Florian Kiel

Listenplatz 2, Sachsen

Ich bin Florian. Heute lebe und wirke ich in Leipzig. Ursprünglich als echter Hamburger Jung war ich Anfang der 90er Jahre nah dran an der Umweltbewegung. Seitdem setze ich mich unermüdlich und mit einer klaren Vision für Umweltschutz und eine starke Zivilgesellschaft ein.

Wer bist du?

Als Ehrenamtlicher bin ich seit über 20 Jahren engagiert: Als Umweltaktivist, als Pfadfinder, als Kommunalpolitiker im heimatlichen Gemeinderat oder als Mentor für Schüler*innen aus anderen Herkunftsländern.

Als Social Entrepreneur bin ich ein Gründer der “Bienensauna” und berate öko-soziale Ideen und Projekte, um nachhaltiges Denken zu fördern und ehrbare kaufmännische Werte vorzuleben.

Als Vorstand der gemeinnützigen “Gesellschaft für Gemeinsinn” entwickle ich im Team kreative Lösungen für gesellschaftliche Probleme. Wir vertrauen stark auf bereits vorhandene Kompetenzen vor Ort und binden das Erfahrungswissen der Bürger*innen direkt in unsere Projekte ein. Bislang haben wir das in den Bereichen Schreber-Kita, einer musischen Breitenförderung oder der QuartierPflege gut umsetzen können.

Als Gesellschaft kennen wir für sehr viele Themen bereits gute Lösungen. Wir müssen anpacken und sie umsetzen. Das ist die Aufgabe.

Was bedeutet Europa für dich?

Europa ist für mich ein Vehikel, um die Welt zu verändern. Wir haben viele richtige Werte auf Papier, in einer Charta, in unseren Verfassungen. Wir sind eine Gesellschaft mit einer Flut von guten Ideen und Projekten. Aber bisher haben wir es meiner Meinung nach nicht geschafft diese Werte wirklich zu leben. Nach innen vermisse ich den sozialen Ausgleich, eine nachhaltige Entwicklung für zukünftige Generationen und ein ausgewogenes Verhältnis von Ökonomie und Gesellschaft. Nach außen fehlt mir das Gespür für die Besonderheiten anderer Kulturen und die Wertschätzung vieler guter Traditionen und Lebenswelten, die nicht westlich sind.

Dabei haben wir für sehr viele dieser vorher angesprochenen Themen bereits gute Konzepte. Wir wissen wie Kreislaufwirtschaft geht. Wir kennen Wege, Armut tatsächlich zu lindern. Viele von uns können sich mehr Solidarität in der Gesellschaft vorstellen.

Wir müssen diese Lösungen umsetzen, pragmatisch und zügig. Genau dafür braucht es Europa. Wir müssen uns als Kontinent auf gemeinsame Visionen verständigen. Nur dann kann es uns auch gelingen, im Konzert mit anderen globale Probleme anzugehen.

Warum trittst du zur Bundestagswahl an?

Politik kann so viel. Sie kann den Rahmen für sozialen oder ökologischen Ausgleich setzen. Politik entscheidet über Krieg und Frieden. Politik kann lähmen oder uns beflügeln.

Ich kandidiere, um unsere gesellschaftlichen Kräfte zu entfalten. In den Menschen um mich herum schlummern überall Talente und Ideen. Viele davon sind realistisch. Die meisten könnten eigentlich direkt in die Tat umgesetzt werden. Sicherlich würden sie zu Verbesserungen in den verschiedensten Lebensbereichen führen. Diesen Ansätzen Beinfreiheit zu verschaffen, Widerstände aus Verwaltung und Politik zu überwinden, darum geht es mir in meinem Engagement.

Dafür sind neue Strukturen nötig. Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn, wenn 1.000 Kommunen Websites für Corona-Impfzentren aufsetzen. Eine gute Website reicht. Aber bitte mit einem offenen, starken Projektteam dahinter, das Anregungen aus der Bevölkerung und den Interessenverbänden aufnimmt. So können wir uns als Bürger*innen und als Gesellschaft beteiligen, Einfluss nehmen und gemeinsam Schritt für Schritt vorankommen.

Warum braucht es eine europäische Partei im Bundestag?

Auf nationaler Ebene sind sechzehn verschiedene föderale Schulsysteme nicht mehr zeitgemäß. Dafür wechseln wir heutzutage zu oft das Bundesland. Auf europäischer Ebene sind knapp 30 unterschiedliche SPDs oder CDUs nicht hilfreich, wenn Europa tatsächlich zusammen wachsen soll. Der Brexit hat uns allen doch gezeigt, wie eng wir in Europa schon miteinander verwoben sind. Daher geht es um den gemeinsamen Weg nach vorne und nicht um nationalstaatliches Gerangel. Um fair und ausgewogen, europäische Lösungen zu finden, benötigt es andere Strukturen: Pan-europäische Parteien sind erforderlich. Volt ist die erste und bislang einzige Partie dieser Art. Und diese Stimme braucht es auch im Bundestag.

Was ist deiner Meinung nach die größte Herausforderung vor der Europa steht und welche Lösungsansätze siehst du?

Wenn wir es in Europa nicht schaffen, unsere Gesellschaft tatsächlich und umfassend ökologischer und sozialer zu machen, können wir die Zukunft nicht gewinnen.

Wir haben alle Möglichkeiten, neue Antworten zu geben. Wir wissen doch eigentlich die grobe Richtung, in die es gehen muss. Was fehlt, ist die Übersetzung in viele kleine und gerechte Schritte, die den Weg dahin weisen.

Das ist unsere Aufgabe! Wir bei Volt müssen pan-europäische Lösungen vorschlagen und umsetzen!

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