Marie-Isabelle Heiss

Listenplatz 3, Bayern

Marie-Isabelle Heiss

Als junge Europäerin will ich im Bundestag Politik machen, die Grenzen überwindet, Chancen schafft und Vielfalt, Geflüchtete und unser Klima schützt.

Ich bin Marie-Isabelle und lebe nach meinem Studium in Passau und Berlin wieder in meiner Heimatstadt München.

Wer bist du?

Ich bin gemeinsam mit meinen vier Geschwistern in München-Freimann aufgewachsen. Meine Mutter kommt von einem Bauernhof in Niederbayern und mein Vater aus Tegernsee. Nach meinem Jurastudium in Passau und Berlin, habe ich noch einen Master im Völkerrecht mit Schwerpunkt im Asylrecht absolviert. Seit 2018 arbeite als Rechtsanwältin in München. Neben dem Studium habe ich in sozialen Projekten u.a. in der Sozialrechtsberatung und mit Geflüchteten gearbeitet. Mit diesen Erfahrungen wurde mir zunehmend klar, dass ich nicht nur Symptome bekämpfen, sondern auch die Rahmenbedingungen gestalten wollte. Mein Wunsch war es seitdem, im Bereich Asyl und Migration funktionierende Strukturen zu schaffen, die die betroffenen Menschen in den Mittelpunkt stellen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.
Um dem Brexit und dem aufkeimenden Nationalismus etwas entgegenzusetzen, habe ich seit April 2017 Volt mit aufgebaut. 2019 bin ich als Spitzenkandidatin für die Europawahl angetreten.
Durch meine Bundestags-Kandidatur möchte ich Europa in der Bundestagswahl zum Thema machen. Ich möchte Politik moderner, europäischer, jünger und auch weiblicher gestalten.

Eine geeinte und solidarische EU. Für Europa und die Welt.

Was bedeutet Europa für dich?

Ich wurde 1990 geboren und bin in einem weitgehend friedlichen Europa ohne EU-Binnengrenzen aufgewachsen. Europa bedeutet für mich Frieden, Freiheit und kulturelle Vielfalt. Europa meine Heimat zu nennen, ist ein großes Privileg. Es kommt aber auch mit einer großen Verantwortung. Verschiedene Stationen im Ausland haben mir zum einen gezeigt, wie oft wir mit einem eurozentrischen Blick auf historische Zusammenhänge schauen, statt unsere Rolle in der Welt kritisch zu hinterfragen. Zum anderen wurde mir deutlich, wie sehr es gilt, die EU als Garant für Frieden, liberale Demokratie und Wohlstand zu bewahren.

Die EU ist für mich kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck. Sie ist ein vielversprechendes politisches Projekt, aber mensch-gemacht und unvollkommen. In Teilen der EU wird die liberale Demokratie offen angegriffen, der Rechtsstaat ausgehöhlt, und an den Außengrenzen die Menschenwürde von Geflüchteten systematisch verletzt. Wir brauchen bessere Entscheidungsprozesse auf EU Ebene, um konstruktive Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu ermöglichen. Wir müssen nationale Differenzen überbrücken und von unserer Vielfalt profitieren, damit die EU ihr Potential in Zukunft besser und für alle verwirklichen kann.

Meine Vision für Europa? Lasst uns Gemeinsamkeiten suchen - mit unseren europäischen Nachbarn, aber auch den zu uns gekommenen Menschen. So werden wir zusammen die gerechte, inklusive und nachhaltige Gesellschaft, in der wir alle gerne leben möchten!

Warum trittst du zur Bundestagswahl an?

Ich trete zur Bundestagswahl an, weil ich von unserer zukünftigen Regierung weitsichtige Europapolitik einfordern und mitgestalten möchte.
Das Thema Asyl und Migration bewegt mich am meisten. In Europa und Deutschland bleiben wir weit hinter unseren Möglichkeiten zurück und an jedem Punkt des Systems leiden schutzsuchende Menschen deswegen. An den EU-Außengrenzen und in Camps für Asylsuchende kostet die europäischen Asyl- und Migrationspolitik täglich unzähligen Menschen das Leben, ihre Gesundheit und sogar Kindern ihren Lebenswillen. Sicherer Zugang zu einem fairen, europäischen Asylsystem, das die Menschenrechte schützt, und Menschen durch Arbeit eine Perspektive für eine selbstbestimmte Zukunft verschafft, sind meine Schwerpunkte.

Warum braucht es eine europäische Partei im Bundestag?

Es braucht eine europäische Partei wie Volt im Bundestag, weil die nötigen Reformen in der EU, im Bundestag mitentschieden werden. Jede Bundestagswahl ist dadurch auch eine Wahl über Europa. Gerade weil Deutschland in der EU so ein starkes Gewicht hat, brauchen wir möglichst viele Stimmen im Bundestag, die Politik konsequent europäisch denken und sich für eine Asylpolitik einsetzen, die unseren Werten und Ansprüchen entspricht.

Die großen Herausforderungen der Zukunft, wie Migration und Klimawandel, sind grenzüberschreitend. Es bedarf grenzüberschreitender Zusammenarbeit, ihnen zu begegnen. Volt lebt das täglich und richtet sein Programm an den gemeinsamen Interessen der Europäischen Bürger*innen aus. So sind wir allen anderen Parteien einen Schritt voraus. Wir bringen außerdem den Mut mit, Strukturen zu verändern, wenn sie nicht mehr auf die Herausforderungen passen. Dass wir bei unserer Demokratie erfolgreich angefangen haben, zeigt schon unsere Existenz als erste pan-europäische Partei. Und, dass wir 2019 den Wahl-O-Mat verbessert haben.

Was ist deiner Meinung nach die größte Herausforderung vor der Europa steht und welche Lösungsansätze siehst du?

Größte Herausforderung unserer Zeit ist für mich die Reform des Asylsystems, denn hier steht neben etlichen menschlichen Existenzen die Glaubwürdigkeit der EU als Wertegemeinschaft auf dem Spiel. Mindestens so dringlich ist es aber sicherlich, den Klimawandel auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen. Unser Leben und Wirtschaften ist noch so wahnsinnig weit weg von dem, was erwiesenermaßen längst überfällig ist. Wichtig ist, dass im Klimaschutz jeder Mensch als Teil der Lösung, nicht des Problems gesehen wird - ob als Privatperson, Unternehmer*in oder Politiker*in. Wir müssen alle dabei mitnehmen, um einem weiteren Auseinanderdriften der Gesellschaft vorzubeugen. Diese Bürger*innenbefähigung unter steckt in Volt's DNA.

Wir Europäer*innen müssen mit einer Stimme sprechen und in entscheidenden Situationen beherzt handeln können. Nur so können wir uns in einer globalisierten Welt für Menschenrechte, Nachhaltigkeit und die liberale Demokratie einsetzen. Durch EU-Reformen müssen wir unsere Entscheidungsprozesse verbessern. Z.B. indem wir die Einstimmigkeit abschaffen, damit Mitgliedstaaten konstruktiv und lösungsorientiert zusammenarbeiten, statt einzeln sachfremd zu blockieren. Ziel ist eine EU, die mit Blick auf die vor ihr liegenden Herausforderungen besser funktioniert. Und zwar für alle, egal ob auf dem Land oder in der Stadt, unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Bildung, und auch über unsere Grenzen hinaus.

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