Funktionierende Server statt kopfloser Präsenzunterricht

Funktionierende Server statt kopfloser Präsenzunterricht

11.01.2021, 21:30
Best-practice Modell: Volt bietet kurz- und langfristige Lösungen für zukunftsfähige Unterrichtsmodelle
Digitale Schule

Best-practice Modell: Volt bietet kurz- und langfristige Lösungen für zukunftsfähige Unterrichtsmodelle - Estland zeigt seit Jahren erfolgreiche Tools für digitalen Unterricht an

Stuttgart, 11. Januar 2021   Der Schulstart hat direkt zu Beginn mit massiven Serverproblemen begonnen. Ein absehbares Problem, pochte man doch weiter auf normalen Präsenzunterricht, statt Konzepte für Wechsel- oder Voll-Digital-Unterricht vorzubereiten.

Bewusste Einplanung von Server-Überkapazitäten für die ersten Tage hätte diesen Fehlstart verhindern können. Ein störungsfreier Fernunterricht wäre damit möglich gewesen.

In anderen Ländern Europas bestehen bereits seit Jahren Konzepte für digitale Unterrichts-Formate. In Estland beispielsweise sind digitale Lernhilfen schon seit längere Zeit im regulären Betrieb aufgenommen. Die positiven Effekte sieht man beim PISA-Vergleich. Unabhängig von Pandemien konnte hier Estland mit seinem hybriden Ansatz den ersten Platz erklimmen. In der aktuellen Situation wird der Abstand vermutlich noch größer. Allerdings bietet Estland seine Tools, die über Jahre erprobt und entwickelt wurden, anderen Ländern Europas zur freien Nutzung während der Pandemie an[1].

“Statt sich wortwörtlich im Klein-Klein zu verzetteln, würde es der Kultusministerin gut zu Angesicht stehen, einen Blick über den baden-württembergischen Tellerrand zu wagen. Dort gibt es bereits Lösungen, die nur darauf warten, genutzt zu werden, ganz im Sinne von Zukunft made in Europe.” So Volt Baden-Württembergs Landesvorsitzender Fabian Gaukel.

Statt eine schnellstmögliche Rückkehr zum Präsenzunterricht zu erzwingen, sollte Kultusministerin Eisenmann die Rückkehr zum Präsenzunterricht an die Inzidenzwerte koppeln.

Dabei fehlt auch hier ein Konzept, wie Präsenzunterricht gestaltet werden kann, ohne dabei die Gesundheit der Schüler*innen und Mitarbeiter*innen sowie  ihrer Kontakte zu gefährden.

Möglich wäre das durch:

  1. Eine starke Reduktion der Gruppengröße sowie der Präsenzzeiten (z.B. Durch Wechselunterricht).
  2. Die Nutzung derzeit frei stehender Räumlichkeiten, um größere Abstände zu garantieren, darunter etwa Museen, Bibliotheken, Gemeindezentren, Räumlichkeiten von Universitäten und (Volks)Hochschulen sowie Sporthallen.
  3. Feste Bring- und Abholfenster für Eltern, um den Kontakt untereinander zu verringern.
  4. Regelmäßige Schnelltests für Lehr- und Unterstützungspersonal, um auch symptomfreie Infektionen frühzeitig zu erfassen.

“Lasst uns ein Beispiel an Europa nehmen, statt uns im Klein-Klein wortwörtlich zu verzetteln.

Zeitgemäße Bildung ist kein Hexenwerk.” So Volt Baden-Württemberg Landesvorsitzende Chantal Grasselt.

[1]https://www.hm.ee/en/news/estonia-offers-its-digital-education-solutions-free-support-other-countries