Präsenzunterricht an Schulen ist in der vorgelegten Form nicht verantwortbar

Präsenzunterricht an Schulen ist in der vorgelegten Form nicht verantwortbar

09.01.2021
Präsenzunterricht an Schulen ist in der vorgelegten Form nicht verantwortbar

Der Zeitplan und die Art und Weise, wie die Landesregierung von Baden-Württemberg den Präsenzunterricht an Schulen wieder öffnen will, ist in der vorgelegten Form nicht verantwortbar.

Mit der überstürzten Öffnung wird für ein Wahlkampfmanöver ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonal, Eltern und Unterstützungspersonal an Schulen billigend in Kauf genommen[1].

Fabian Gaukel, Vorsitzender von Volt Baden-Württemberg, dazu: “Die Wiedereröffnung der Schulen ohne Entspannung der Pandemie-Lage und bei gleichzeitiger Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns sind einfach nur ein Versuch über die Versäumnisse im Sommer hinwegzusehen. Anstatt Konzepte für Digital- sowie entzerrten Präsenzunterricht anzubieten, wird nun rücksichtslos die Gesundheit von Schüler*innen sowie des Lehrpersonals riskiert.”

Verantwortlicher Präsenzunterricht braucht stattdessen ein umfassendes Gesundheitskonzept:

  • Eine starke Reduktion der Gruppengröße sowie der Präsenzzeiten.
  • Die Nutzung derzeit frei stehender Räumlichkeiten, um größere Abstände zu garantieren, darunter etwa Museen, Bibliotheken, Gemeindezentren, Räumlichkeiten von Universitäten und (Volks)Hochschulen sowie Sporthallen.
  • Feste Bring- und Abholfenster für Eltern, um den Kontakt untereinander zu verringern.
  • Regelmäßige Schnelltests für Lehr- und Unterstützungspersonal, um auch symptomfreie Infektionen frühzeitig zu erfassen.

[1] https://www.eurosurveillance.org/content/10.2807/1560-7917.ES.2020.25.38.2001645