Pro-russische Autokorsos sind eine Provokation für alle Kriegsgegner

Pro-russische Autokorsos sind eine Provokation für alle Kriegsgegner

11.04.2022
Volt kritisiert pro-russischen Autokorso durch Lörrach.
  • Volt kritisiert pro-russischen Autokorso durch Lörrach
  • “Jeder der aktuell an pro-russischen Demonstrationen teilnimmt weiß über die grausamen Kriegsverbrechen Russlands in der Ukraine und relativiert diese”

Der pro-russische Autokorso durch Lörrach stellt nach den Gräueltaten in Butscha eine Provokation für alle dar, die den russischen Angriffskrieg kritisieren, so Volt.

Russland zerstört aktuell mit seinem Angriffskrieg die Ukraine und macht dabei nicht vor Kriegsverbrechen und Angriffen auf die Zivilbevölkerung halt. Grausame Bilder von Leichen auf der Straße und gefolterten Menschen, Massengräbern, Berichte über Vergewaltigungen und verschleppte Menschen bezeugen dies. Angriffe auf Zivilisten weisen dabei eine Systematik und Ausmaß auf, die klar zeigen, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt.

“Jeder, der aktuell an pro-russischen Demonstrationen teilnimmt, weiß über die grausamen Kriegsverbrechen in der Ukraine und relativiert diese. Unwissen kann zu diesem Zeitpunkt keine Entschuldigung mehr darstellen”, sagt Hanna Antony, Vorsitzende von Volt Baden-Württemberg.

Volt vertritt die Haltung, dass eine pauschale Ausgrenzung von Russlandstämmigen in unserer Bevölkerung nicht gut ist, wie sie durch die Demonstration offiziell kritisiert wurde.

Befragungen durch die Basler Zeitung im Umfeld der Demonstration zeigen jedoch klar, dass Demonstrierende die Verantwortung für die Gräueltaten in der Ukraine durch die russische Armee nicht bei Russland sehen, teils als gestellt betrachten und den Angriffskrieg und den damit verbundenen Schrecken relativieren.

Für Volt stellt diese realitätsferne Darstellung eine Provokation und Unterstützung des Angriffskriegs dar, was sich nicht zuletzt auch darin zeigt, dass sich die Organisatorin auch auf Nachfrage nicht zum russischen Angriffskrieg äußern wollte. Zeitgleich zeigt es den dringenden Bedarf auf, vonseiten der Landesregierung, Medienkompetenz sowie Vertrauen in Politik und Medien zu fördern, um gegen die Gefahr von Fake News vorzugehen.