Bringen wir die Energiewende auf das nächste Level! Seit dem Klimaabkommen von Paris im Jahr 2015 hat die Entwicklung hin zu einer lebenswerteren und klimafreundlichen Welt begonnen - jedoch müssen wir schneller und beherzter handeln. Volt unterstützt progressive Strategien, die die Energiewende auf die nächste Stufe bringen: auf lokaler, europäischer und globaler Ebene! Die menschgemachte Erderwärmung ist eine ernsthafte Bedrohung für zukünftige Generationen. Wir können nicht abwarten bis andere das Problem für uns lösen. 

Was machen wir zuerst?

Einführung einer EU-weiten CO2-Steuer und Abschaffung aller derzeitigen Subventionen von fossilen Brennstoffen (z.B. von Kerosin, Diesel, Kohle)!

Was passiert zurzeit?

Der hohe Verbrauch von endlichen natürlichen Ressourcen und die Folgen des Klimawandels bedrohen das Gemeinwohl der Erdbevölkerung, auch in Europa. Ohne stärkere Bekenntnisse und entschiedeneres Handeln, werden wir die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht erreichen und riskieren verheerende Konsequenzen wie Umweltzerstörung, die Erschöpfung wichtiger Ressourcen und Menschenrechtsverletzungen.

Was ist unsere Vision?

Wir wollen in einer Welt leben, in der nachhaltiges Leben und Arbeiten belohnt wird und Verantwortungsbewusstsein für das Klima Teil der Gesellschaft ist. Wir wollen, dass sich Individuen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen für die Zukunft unseres Planeten einsetzen. Wirtschaftswachstum und Profit dürfen nicht über dem Wohlergehen der Bevölkerung und der Umwelt stehen. Wir wollen die Herausforderungen des Klimawandels gemeinsam angreifen. Europa muss die Führungsrolle bei der Bekämpfung des Klimawandels übernehmen!

Wie kommen wir dahin?

  1. Einführung einer EU-weiten CO2-Steuer und Abschaffung aller derzeitigen Subventionen von fossilen Brennstoffen (z.B. von Kerosin, Diesel, Kohle). Die Verringerung von CO2 Emissionen muss die höchste Priorität sein. Deswegen setzt sich Volt für eine EU-weite CO2-Steuer ein. Damit werden klare Anreize für klimafreundliche Lösungen gesetzt und die Produktion und der Verbrauch von CO2-intensiven Produkten verringert. Dies wird die gesamte Wertschöpfungskette nachhaltiger gestalten. In der Praxis wird eine CO2-Steuer erneuerbare Energien gegenüber fossilen Brennstoffen und öffentliche Verkehrsmittel gegenüber dem Individualverkehr fördern. Die Steuer muss so gestaltet sein, dass unter Anderen Transport- und Energiekosten weiterhin für geringe Einkommensklassen bezahlbar bleiben. Subventionen von fossilen Brennstoffen, die derzeitig EU-weit bis zu 200 Mrd. € pro Jahr betragen, müssen so schnell und effizient wie möglich auslaufen. Die neuen Steuereinnahmen und Einsparungen durch Abschaffung der Subventionen werden direkt für die Energiewende eingesetzt. Um die europäische Industrie nicht zu schwächen wird die CO2-Steuer auch auf importe aus ncht EU-Ländern erhoben.
  2. Entwicklung intelligenter Stromnetze europaweit. Mit dem Ausbau von erneuerbaren Energien müssen unsere Stromnetze hohe Energieschwankungen ausgleichen können. Um ein sauberes und vor allen Dingen stabiles Versorgungsnetz zu gewährleisten, müssen wir elektrische Speichersysteme (wie Batteriesysteme, Pressluftspeicher oder Power-to-Gas-Systeme) effizient in unsere Netze integrieren. Eine so gestaltete EU-weite Infrastruktur von Hochspannungsleitungen und Speichersystemen wird von der EU gefördert und finanziert.
  3. Entwicklung von Schulungsprogrammen für eine verantwortungsvolle öffentliche Finanzierung, Veräußerung und gründliche Einbeziehung des Finanzsektors in die Energiewende. Institutionelle Investoren und der Finanzsektor müssen Anreize erhalten, Ressourcen von fossilen Brennstoffen zu klimafreundlichen Lösungen zu verlagern (siehe die Erfahrungen in Norwegen). Alle öffentlichen Verwaltungen, Pensionsfonds usw. müssen ihre Mittel schrittweise aus fossilen Brennstoffen abziehen. Desweiteren müssen Forschungs-, Ausbildungs- und Capacity-Building-Programme für Investoren und Geschäftsleute folgen.
  4. Emmissionslose und öffentliche Mobilität muss attraktiv werden. Die Transportsysteme in Europa sollen sowohl für kurze als auch für lange Strecken modernisiert werden. Lokal birgt der nachhaltige öffentliche Verkehr ein großes Potenzial zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Volt befürwortet eine Politik, die fahrradfreundliche und emissionsfreie Zonen in den Innenstädten sowie kostenlose öffentliche Parkplätze für emissionsfreie Autos fördert. Volt unterstützt alle Maßnahmen und Initiativen, die die Verbraucher ermutigen, sich für nachhaltige Verkehrsmittel zu entscheiden und ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren.
  5. Förderung kohlenstoffarmer und innovativer Technologien. Die Forschungs und Entwicklungsabteilungen müssen durch neue kohlenstoffarme Technologien, wie nachhaltige Chemiekonzepte und biobasierte Lösungen inspiriert werden. Zudem müssen Innovative Geschäftsmodelle müssen gefördert werden. Die Etablierung grüner Standards für das öffentliche Beschaffungswesen werden dazu beitragen, die Einführung kohlenstoffarmer Technologien zu beschleunigen und als Vorbild für die Wirtschaft fungieren.
  6. Modernisierung unserer Gebäude. Wir benötigen kosteneffiziente Energiesparmaßnahmen sowie Gebäudestandards, die  die neuerbare Energieerzeugung in deren Planung berücksichtigen. So werden Anreize für eine Verlagerung in Richtung Klimaneutralität in der Bauwirtschaft geschaffen. Volt wird kohärente europäische Aktionspläne für die Modernisierung von Privathäusern und städtischen Räumen entwickeln.

  7. Reform des europäischen Agrarsektors. Volt sagt NEIN zu den europäischen Subventionen für die industrielle Tierhaltung. Außerdem müssen Anreize für eine nachhaltigere Lebensmittelproduktion und für den Schutz der biologischen Vielfalt geschaffen und Kampagnen zum umweltfreundlichen Konsum von Lebensmitteln gefördert werden.

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