Ältestem Club Kölns droht Insolvenz: Volt fordert Lösungen gegen das Kölner Clubsterben

Ältestem Club Kölns droht Insolvenz: Volt fordert Lösungen gegen das Kölner Clubsterben

9/8/2020, 10:00:04 AM
Clubsterben Köln Presse

> Volt Köln trifft sich mit Kölns Club & Veranstalter*innenszene

> “Wir verstehen das Treffen als ersten Auftakt für den kontinuierlichen Dialog. Wenn wir auch auf dauer eine lebendige und diverse Gastronomie und Event Szene in Köln wollen, müssen wir jetzt konkreter und entschiedener dort helfen wo Betriebe, wegen Corona, gerade kurz vor dem Ruin stehen.” Joel Jung (31), Mitglied Volt Köln.

Köln, 07. September 2020 Die Kölner Kulturszene ist durch die Corona-Krise besonders hart getroffen. Gerade Veranstalter*innen und Besitzer*innen von Eventlocations/Clubs leiden enorm unter den Veranstaltungsbeschränkungen.

Volt Köln hat sich mit Repräsentant*innen der Branche getroffen um einen Einblick in die Krise aus ihrer Perspektive zu erhalten. Hierbei wurde deutlich, dass die akuten Probleme je nach Veranstalter*in unterschiedlich sind. An dem Treffen nahmen die Betreiber der Roonburg, des Studentenclubs Das Ding, Stadtliebe Events, sowie der stellvertretende Vorsitzende der Klubkomm (ein Interessenverband von nahezu 100 Veranstalter*innen, DJs, Gastronom*innen, und Clubs der Domstadt) teil. 

Institutionen wie Das Ding oder die Roonburg stehen wegen des Veranstaltungsverbots in Innenräumen vor der Insolvenz. “Wir werden nicht als kulturelle Institution wahrgenommen, weil wir keine Bühne für Live-Musik stellen. Damit haben wir keinen Anspruch auf Mittel aus Kultur Fördertöpfen. Und das, obwohl wir als älteste Diskothek Kölns seit 52 Jahren fester Bestandteil der studentischen Kultur im Kwartier Latäng sind.”, so Claudia Wecker, Betreiberin Das Ding.

Wir benötigen kurzfristige Überbrückungshilfen, die alle anfallenden Fixkosten abdecken. Alleine die monatliche Pacht unserer Betriebe in der Innenstadt liegt oft im mittleren fünfstelligen Bereich. eine finanzielle Perspektive für die nächsten Monate ist essentiell" Frederik Abels, Betreiber Roonburg. 

Veranstalter*innen haben andere Probleme. “Uns fehlt die Planungssicherheit und je nach Kommune gibt es unterschiedliche Auflagen, wie Veranstaltungen durchgeführt werden dürfen oder nicht. Da blickt niemand mehr durch.” Axel Jedamzik, Stadtliebe Events.

Wir würden uns freuen, wenn die Stadt Köln gemeinsam mit der Branche an Szenarien für den Sommer 2021 arbeiten würde. Es wäre nun genügend Vorlauf, um verschiedene Optionen für Open-Air-Veranstaltungen zu entwickeln, damit man nicht die gleichen Probleme wie diesen Sommer bekommt. Außerdem muss durch direkte Zuschüsse dafür gesorgt werden, dass Spielstätten den Winter überleben hier ist insbesondere das Land NRW gefragt.” Mankel Brinkmann, Geschäftsführer Club Bahnhof Ehrenfeld und zweiter Vorsitzender der Klubkomm. 

Die Stadt Köln könne beispielsweise weitere Flächen für kulturelle Open Air Veranstaltungen zur Verfügung stellen, bürokratische Hürden während der Krise abbauen und den direkten Kontakt mit Veranstalter*innen und Clubs stärken um gemeinsame Konzepte zu erarbeiten. 

Volt Köln will sich nach der Kommunalwahl am 13. September für den Erhalt des Kölner Nachtlebens in seinen diversen Facetten einsetzen. Die Unterstützung der Branche durch die Stadt Köln vor allem während der Corona Krise ist eine Forderung aus dem Wahlprogramm der Partei.