Der Wert von Kultur - Ein Gesprächsangebot

Der Wert von Kultur - Ein Gesprächsangebot

10/26/2020, 4:31:55 PM
Der Wert von Kultur - Volt Köln

Die zweite Welle der Corona Pandemie rollt sich inzwischen auch über Deutschland aus. Köln überschritt bereits vor 14 Tagen den Inzidenzwert von 50, welcher  strengere Maßnahmen für Kölnerinnen und Kölner zur Folge hatte. Ein Bereich ist davon besonders betroffen: die Kulturszene.

Dabei war es die Kultur, die uns durch die erste kritische Phase im Frühjahr gebracht hat: Ohne spontane Balkon-Konzerte, digitale DJ-Sets, Filmschaffende, Podcasts und musikalische und künstlerische Online Pop-Up Events wäre die Zeit zuhause deutlich trister gewesen. Kultur bringt Menschen zusammen, auch wenn sie nach außen Abstand halten müssen. 

Im September haben wir uns mit Vertreter*innen der Club, Gastronomie und Event-Szene zusammengesetzt und gemeinsam Lösungen gegen das Clubsterben gefordert. Das Treffen mit den Treibern der Branche in Köln hat uns wertvolle Perspektiven in deren Corona-Alltag eröffnet. Das kulturelle Angebot in Köln ist vielfältig und prägt das positive und offene Lebensgefühl unserer Stadt. Um diese Diversität zu erhalten, sollten nicht nur Museen und etablierte Institutionen, sondern auch kleine Theater und freischaffende Künstler*innen vor den Folgen der Pandemie geschützt werden.  

Einige haben uns nach unserem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger auf unsere Antwort zur Frage, wie man in Köln Geld sparen könnte, angesprochen. Die Sanierung des Kölner Operngebäudes haben wir als ein Beispiel für ein teures Prestige-Projekt genannt, dessen tatsächliche Kosten die geplanten weit übersteigen. Natürlich braucht Köln eine Oper, aber müssen für deren Gebäudesanierung 840 Millionen investiert werden? 

Wir bei Volt sind der Überzeugung, dass Kulturförderung wichtig und absolut notwendig ist, dabei kommt es allerdings auch auf die Verteilung an und wem am Ende die Förderung zugute kommt. Daher wünschen wir uns eine Aufarbeitung der Fehler, die die immense Kostenüberschreitung verursacht haben, um daraus für künftige Projekte zu lernen. Es muss ein Förder- und Projektplan erarbeitet werden, durch welchen solche Fehler in Zukunft vermieden werden. In diesem Plan enthaltene Meilensteine müssen in kommenden Großprojekten eingehalten und in  regelmäßigen Abständen geprüft werden. 

Die Sanierung des Operngebäudes, deren Fertigstellung eigentlich für 2015 geplant war, kostet jetzt um die 840 MIllionen Euro, anstatt der ursprünglich vorgesehenen 250 Millionen. Das ist besonders ärgerlich, da nicht alle Kölnerinnen und Kölner trotz Förderung über die finanziellen Mittel verfügen, sich einen Opernbesuch leisten zu können. Die Oper stellt dabei nur eine von vielen facettenreichen und qualitativ hochwertigen Kultureinrichtungen in Köln dar. Deswegen fordert Volt im Wahlprogramm kostenlosen Zugang zu Kulturstätten für Jugendliche, Studierende und Auszubildende, und orientiert sich dabei an Frankreichs Vorbild. So könnte auch die Hemmschwelle für “Neueinsteiger*innen” in die Opernszene gesenkt werden. 

Wir möchten Kulturschaffende fördern und freuen uns über kulturelle Einrichtungen, die Köln bereichern. 

Wir würden gerne von euch wissen, was ihr darüber denkt! Dazu möchten wir ein Gesprächsangebot schaffen, in dem wir uns mit euch über Kulturförderung und die Oper unterhalten. Habt ihr eine starke Meinung zur Sanierung der Oper? Seid ihr vielleicht sogar selbst Kulturschaffende*r?
Dann möchten wir euch herzlich einladen, mit uns in den Dialog zu gehen. Schreibt uns gerne eine Mail an: Volt@stadt-koeln.de und wir finden einen Termin für ein Zoom Gespräch.