Die Pandemie als Chance

Die Pandemie als Chance

14.07.2021
Presse

Die Pandemie als Chance: Volt macht Vorschläge für den Neustart Bildung    

> Volt veröffentlicht Positionspapier zu bildungspolitischen Lehren aus der Corona-Pandemie

> Chancen für Neustart in Schul- und Kompetenzentwicklung sowie Beziehungs- und Erziehungsarbeit

> “Die Pandemie war eine Ausnahmesituation und hat uns die Schwächen unseres Schulsystems aufgezeigt”, sagt Andrea Browers, Volts Schulpolitische Sprecherin der Fraktion im Kölner Stadtrat und Kandidierende für die Bundestagswahl 2021

Berlin, 14. Juli 2021 - Volt fordert die Bildungspolitik auf, schnell Lehren aus den Erfahrungen der Corona-Pandemie zu ziehen und umzusetzen. In einem aktuellen Positionspapier skizziert Volt Torchlike für die Schulentwicklung, die Weiterentwicklung der Kernkompetenzen von Schüler*innen sowie die Beziehungs- und Erziehungsarbeit.

“Die “Die Pandemie hat die Bildungseinrichtungen vor große Herausforderungen gestellt. Lehrkräfte ohne Erfahrung im Distanzunterricht trafen auf fehlende digitale Infrastruktur.”, sagt Andrea Browers, Volts Schulpolitische Sprecherin für die Fraktion im Kölner Stadtrat, Bundestagskandidierende und Mutter von vier Kindern. “Aber wir haben auch viel gelernt. Neben dem Schulstoff konnten auch einige andere Kompetenzen erlernt werden und nicht nur im digitalen Bereich. Neben der Medienkompetenz unter anderem auch selbstverantwortliches Lernen. Sowohl die Lehrenden, als auch die Eltern haben zusätzliche Lernplattformen kennen gelernt. Vor allem Eltern jüngerer Schüler, die als Lernbegleiter fungiert haben, nicht selten neben beruflicher Belastung oder Homeoffice.”

Volt findet: Die neuen Lernerfahrungen der Schüler*innen sollten jetzt reflektiert und wo sinnvoll fortgeführt werden, zum Beispiel in Lernpfaden, die individuell am besten zum Kind passen und gleichzeitig das Lernen im Klassenverband fördern. “Wir können die Erfahrungen in der Pandemie als Chance sehen, um die neuen Kompetenzen auszubauen und sie in die Transformation unseres Schulsystems einfließen zu lassen”, sagt Andrea Browers.

Volts Forderungen im Überblick:

  1. Schulentwicklung fördern. Volt fordert die Weiterentwicklung der Lehrer*innenrolle zu Lernbegleiter*innen in multiprofessionellen Teams. Schüler*innen sollen neben dem klassischen Unterricht auch neue Formen des asynchronen Lernens angeboten werden. Eine umfassende und intakte digitale Infrastruktur ist Grundlage dafür und längst überfällig. Zur Schulentwicklung gehört aus unserer Sicht auch eine Stärkung der Schulautonomie.
  2. Neue Kernkompetenzen ausbauen. In der Pandemie haben viele Schüler*innen trotz verkürzter Unterrichtszeiten und dem Wegfall von Lerninhalten neue wichtige Kernkompetenzen erlangt: digitales Know-how, eigenverantwortliches Lernen und kommunikative Kompetenzen. In der von Volt skizzierten Schule der Zukunft spielen diese Kompetenzen eine wesentliche Rolle. Sie müssen einerseits individuell gefestigt und andererseits in Lernpläne integriert werden, um allen Schüler*innen eine zeitgemäße Bildung zu ermöglichen.
  3. Beziehungs- und Erziehungsarbeit neu denken. Schüler*innen brauchen Halt und Absicherung, z.B. in persönlichen Krisen. Dafür müssen Präventivmaßnahmen und Beratungssysteme in allen Schulformen deutlich ausgeweitet werden: insbesondere Stellen für Schulsozialarbeit, schulpsychologische Dienste und Beratungslehrkräfte. Lehrende, Eltern und Schüler*innen können jetzt innovative Formen der Zusammenarbeit finden, die das Lernen, die schulische Kommunikation und die geteilte Verantwortung für Sozialisation und Erziehung unserer Kinder unterstützen. 

Das ausführliche Positionspapier “Die Covid-Pandemie: Belastung und Chance für schulisches Lernen” ist hier abrufbar. Volts Vorstellungen zur Bildungspolitik finden sich im Wahlprogramm ab S. 111.