Volt München wünscht sich klares Bekenntnis zur Mobilitätswende

Volt München wünscht sich klares Bekenntnis zur Mobilitätswende

10.02.2021
Volt München wünscht sich klares Bekenntnis zur Mobilitätswende

Volt München wünscht sich politische Klarheit in der Diskussion um eine Reduzierung der Regelgeschwindigkeit auf 30 km/h innerhalb der Stadt. 

“In Bonn wurde vor wenigen Tagen ein Koalitionsvertrag zwischen Volt, Grünen und der SPD verabschiedet. Er sieht vor, im Rahmen eines Modellprojekts beim Verkehrsministerium zu beantragen, Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in Bonn einzuführen”, sagt Ekkehart Friauf, Vorsitzender von Volt München, und seine Vorsitzkollegin Katharina Radunz ergänzt: “München gehört allen voran unseren Bürgerinnen und Bürgern und nicht den Autos. Deshalb wünschen wir uns als Volt München ein klares Bekenntnis zur Mobilitätswende. Die Initiative Tempo 30 ist nur eine von vielen Maßnahmen, um München sicherer und durch die Reduzierung der Schadstoff- und Lärmemissionen klimafreundlicher zu machen. Der Ausbau von Rad- und Fußverkehr sowie die Förderung von Car-Sharing Angeboten sind weitere wichtige Aspekte. So können wir die Nutzung eines eigenen Autos für so viele Menschen wie möglich verzichtbar machen.”

Gleichzeitig ist Volt München sich im Klaren darüber, dass eine solche Umstellung ausreichend Planung und durchdachte Konzepte erfordert. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Stadtverkehr nicht unnötig eingeschränkt wird und in Zonen wie dem Mittleren Ring und Ausfallstraßen weiterhin eine schnelle Verbindung gewährleistet ist. Hier müssen Ausnahmeregelungen einer Tempo-30-Geschwindigkeitsbegrenzung gefunden werden.

Da in München bereits der überwiegende Teil der Straßen auf Tempo 30 beschränkt ist, wäre eine Überlastung des ÖPNVs bei einer Ausweitung nicht zu erwarten. Die neue Regelgeschwindigkeit sorgt dagegen bei Autofahrerinnen und Autofahrern für mehr Klarheit und vermag den Schilderwald auf Münchens Straßen zu lichten. Eine Reduzierung der Regelgeschwindigkeit ist jedoch kein Allheilmittel. Für die erfolgreiche, konsequente Umsetzung einer Mobilitätswende setzen wir uns für zahlreiche weitere Maßnahmen ein. 

Volt München sieht den motorisierten Individualverkehr nicht als zukunftsfähig an – das gilt besonders in einer gut vernetzten Stadt wie München. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass der Umstieg vom eigenen Fahrzeug auf den öffentlichen Nahverkehr oder Alternativen wie CarSharing oder (E-)Fahrrad attraktiver gestaltet werden muss. Volt setzt sich daher für günstige, langfristig kostenfreie ÖPNV-Tickets und die Subventionierung/Förderung von umweltschonenden Alternativen ein. Der Rückbau des Individual-Autoverkehrs muss also Hand in Hand mit einem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs gehen und den Bürgerinnen und Bürgern eine bequeme, einfache und klimafreundliche Mobilität ermöglichen. Dass eine solche Mobilitätswende funktionieren kann, zeigen Erfolgsgeschichten aus anderen europäischen Städten. Für München wäre ein Umstieg in mehreren Phasen möglich, indem man den Autoverkehr von der Innenstadt heraus immer weiter abbaut und die freigewordenen Flächen zu Flaniermeilen, dem Ausbau des ÖPNVs und der Schaffung von neuem Wohnraum umfunktioniert. Wie schön Münchens Straßen sein und wie kreativ sie genutzt werden können haben uns die “Parkplatz-Terrassen” der Bars und Restaurants im letzten Sommer bewiesen. 


Mehr Informationen und konkrete Vorschläge für die Mobiltätswende in München finden sich in unserem Kommunal-Wahlprogramm.