Die Pandemie als Chance: Volt macht Vorschläge für den Neustart Bildung

Die Pandemie als Chance: Volt macht Vorschläge für den Neustart Bildung

14.07.2021
Chancen für Neustart in Schul- und Kompetenzentwicklung sowie Beziehungs- und Erziehungsarbeit
  • Volt veröffentlicht Positionspapier zu bildungspolitischen Lehren aus der Corona-Pandemie
  • Chancen für Neustart in Schul- und Kompetenzentwicklung sowie Beziehungs- und Erziehungsarbeit
  • “Die Situation während der Pandemie war ein Bruch in der Schul- und Erwachsenenbildung. Aber dieser Bruch ist auch eine große Chance”, sagt Jördis Hollnagel, Volts Spitzenkandidatin in Baden-Württemberg

Volt fordert die Bildungspolitik auf, schnell Lehren aus den Erfahrungen der Corona-Pandemie zu ziehen und umzusetzen. In einem aktuellen Positionspapier skizziert Volt Vorschläge für die Schulentwicklung, die Weiterentwicklung der Kernkompetenzen von Schüler*innen sowie die Beziehungs- und Erziehungsarbeit.

“Die Situation während der Pandemie war eine Katastrophe für alle Bildungseinrichtungen. Unsere Lehrer*innen mussten sich von heute auf morgen auf ein vollkommen neues, experimentelles Unterrichten einlassen - und das trotz schlechter IT-Infrastruktur an vielen Schulen und Bildungseinrichtungen. Die allermeisten Lehrenden in Grund- und weiterführenden Schulen haben zum ersten Mal online unterrichtet”, sagt Dr. Jördis Hollnagel, Volts Spitzenkandidatin in Baden-Württemberg, Expertin für betriebliche Bildung und Mutter von drei Schulkindern. “Wir haben viel gelernt in dieser Zeit. Nicht nur Schulstoff. “Viele Inhalte kamen von Videoplattformen wie YouTube oder Lernsoftware. Die wichtigsten Lernbegleiter*innen für jüngere Kinder waren wir Eltern und Mütter - und das oft parallel zu unserem Vollzeitjob im Homeoffice.”
Volt findet: Die neuen Lernerfahrungen der Schüler*innen sollten jetzt reflektiert und wo sinnvoll fortgeführt werden, zum Beispiel in Lernpfaden, die individuell am besten zum Kind passen und gleichzeitig das Lernen im Klassenverband fördern. “Wir sehen die Erfahrungen aus der Pandemie als große Chance, neu entstandene Entwicklungsansätze auf allen Ebenen zu nutzen, um die Transformation zur Schule der Zukunft zu gestalten”, sagt Hollnagel.

Volts Forderungen im Überblick:

  1. Schulentwicklung fördern. Volt fordert die Weiterentwicklung der Lehrer*innenrolle zu Lernbegleiter*innen in multiprofessionellen Teams. Schüler*innen sollen neben dem klassischen Unterricht auch neue Formen des asynchronen Lernens angeboten werden. Eine umfassende und intakte digitale Infrastruktur ist Grundlage dafür und längst überfällig. Zur Schulentwicklung gehört aus unserer Sicht auch eine Stärkung der Schulautonomie.
  2. Neue Kernkompetenzen ausbauen. In der Pandemie haben viele Schüler*innen trotz verkürzter Unterrichtszeiten und dem Wegfall von Lerninhalten neue wichtige Kernkompetenzen erlangt: digitales Know-how, eigenverantwortliches Lernen und kommunikative Kompetenzen. In der von Volt skizzierten Schule der Zukunft spielen diese Kompetenzen eine wesentliche Rolle. Sie müssen einerseits individuell gefestigt und andererseits in Lernpläne integriert werden, um allen Schüler*innen eine zeitgemäße Bildung zu ermöglichen.
  3. Beziehungs- und Erziehungsarbeit neu denken. Schüler*innen brauchen Halt und Absicherung, z.B. in persönlichen Krisen. Dafür müssen Präventivmaßnahmen und Beratungssysteme in allen Schulformen deutlich ausgeweitet werden: insbesondere Stellen für Schulsozialarbeit, schulpsychologische Dienste und Beratungslehrkräfte. Lehrende, Eltern und Schüler*innen können jetzt innovative Formen der Zusammenarbeit finden, die das Lernen, die schulische Kommunikation und die geteilte Verantwortung für Sozialisation und Erziehung unserer Kinder unterstützen. 

Das ausführliche Positionspapier “Die Covid-Pandemie: Belastung und Chance für schulisches Lernen” ist hier abrufbar. Volts Vorstellungen zur Bildungspolitik finden sich im Wahlprogramm ab S. 111.

Über Volt 

Der Name Volt ist Programm: „Energie für Europa“. Als Reaktion auf den Brexit und den erstarkenden Rechtspopulismus in Europa gründeten eine Französin, ein Italiener und ein Deutscher im März 2017 die paneuropäische Bewegungspartei Volt. Ihr Ziel: Neue Politik für ein neues Europa.

Als erste echte europaweite Partei setzt sich Volt dafür ein, die Europäische Union so zu reformieren, dass globale Herausforderungen gesamteuropäisch gelöst werden können. Die Basis dafür soll eine handlungsstarke, föderale Europäische Republik bilden. Volts

Vision: Ein progressives Europa mit einer toleranten Gesellschaft, einer klimaschützenden Wirtschaft, einem anpassungsfähigen Bildungssystem und einer selbstbestimmten Digitalisierung.

Volt ist überzeugt, dass nur eine basisdemokratische Beteiligung Europa für eine nachhaltige, wirtschaftlich starke und sozial gerechte Zukunft wappnet. Deshalb handelt Volt auf allen Ebenen – von lokal bis europäisch, als Bewegung und Partei. Die Bewegung gibt allen europäischen Bürger*innen eine Stimme und die Möglichkeit, sich aus der Gesellschaft heraus politisch zu engagieren. Mittlerweile ist Volt europaweit vertreten: Tausende Menschen aller Alters- und Berufsgruppen engagieren sich in 30 europäischen Staaten mit Teams in hunderten Städten.

Für Interviewanfragen sowie weitere Informationen melden Sie sich gerne unter:

Mark Appoh und Pauline Raabe
Presseteam Volt Deutschland
presse@voltdeutschland.org
Tel.: +49 176 80587774
Tel.: +49 171 4764205


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