Volt will Klimapass für Klimaflüchtlinge

Volt will Klimapass für Klimaflüchtlinge

19.08.2021
Volt fordert, Verantwortung für Klima-Migration zu übernehmen - Klimapass soll Klimaflüchtlingen Schutz in Europa gewähren.

Berlin, 19. August 2021 - Die COVID-19-Pandemie, die Klimakrise, Hungersnöte und Naturkatastrophen: Weltweit machen die aktuellen Herausforderungen humanitäre Hilfe für Notleidende immer dringender. Zum Welttag der humanitären Hilfe am 19. August weist Volt auf den aktuellen Notstand vieler Klimaflüchtlinge hin und stellt das Konzept eines Klimapasses vor. Dort wo Klimaschutzmaßnahmen sichere Lebensbedingungen nicht mehr aufrecht erhalten können, möchte Volt den Menschen Schutz in Europa bieten. 

In vielen Teilen unserer Welt ist die Flucht aufgrund von klimabedingten Umweltkatastrophen wie Dürren, Waldbränden und Überschwemmungen bereits Realität. Es braucht nicht mal mehr den Blick außerhalb Deutschlands. Zuletzt zeigte sich im deutschen Ahrtal, welche massiven Gefahren durch die Klimakrise drohen. Laut dem Globalen Klima-Risiko-Index waren 2019 Mosambik, Simbabwe und die Bahamas am stärksten von Klimakatastrophen betroffen. Viele Klimaflüchtlinge kommen außerdem aus Ostafrika, Syrien, Afghanistan, Venezuela, Vietnam und Myanmar. 

Volt möchte Verantwortung übernehmen: “Wir wollen Menschen, die ihre Heimat aufgrund der Klimakrise verlassen müssen, bei diesem Schritt unterstützen. Der Klimapass schafft dafür die rechtlichen Rahmenbedingungen und macht Klimaflucht nach Europa unbürokratisch und ohne finanzielle Hürden möglich. Denn durch unseren CO2-Ausstoß tragen Deutschland und Europa enorm zum Fortschreiten der Klimakrise im Globalen Süden bei. Deshalb müssen wir uns auch dafür einsetzen, dass Gebiete, die der Klimakrise besonders ausgeliefert sind, sich besser auf die zukünftigen Lebensbedingungen vorbereiten und anpassen können”, sagt Rebekka Müller, Spitzenkandidatin Volt Deutschland. 

Als Vorbild gilt der Nansen-Pass, der nach dem Ersten Weltkrieg Staatenlosen ein international anerkanntes Dokument zur Ausweisung der eigenen Identität zur Verfügung stellte. Dies ermöglichte Rechte und amtliche Unterstützung bei der Einreise und sendete ein wichtiges politisches Signal an die Flüchtlinge.

Weitere Vorkehrungen will Volt durch eine gestärkte Entwicklungszusammenarbeit treffen: Mit klimaintelligenten Infrastrukturen und Investitionen in die Ausbildung vor Ort will Volt die Anpassungsfähigkeit gefährdeter Regionen verbessern.

Über Volt 

Der Name Volt ist Programm: „Energie für Europa“. Als Reaktion auf den Brexit und den erstarkenden Rechtspopulismus in Europa gründeten eine Französin, ein Italiener und ein Deutscher im März 2017 die paneuropäische Bewegungspartei Volt. Ihr Ziel: Neue Politik für ein neues Europa.

Als erste echte europaweite Partei setzt sich Volt dafür ein, die Europäische Union so zu reformieren, dass globale Herausforderungen gesamteuropäisch gelöst werden können. Die Basis dafür soll eine handlungsstarke, föderale Europäische Republik bilden. Volts Vision: Ein progressives Europa mit einer toleranten Gesellschaft, einer klimaschützenden Wirtschaft, einem anpassungsfähigen Bildungssystem und einer selbstbestimmten Digitalisierung.

Volt ist überzeugt, dass nur eine demokratische Beteiligung aller europäischen Bürger*innen Europa für eine nachhaltige, wirtschaftlich starke und sozial gerechte Zukunft wappnet. Deshalb handelt Volt auf allen Ebenen – von lokal bis europäisch, als Bewegung und Partei. Die Bewegung gibt allen europäischen Bürger*innen eine Stimme und die Möglichkeit, sich aus der Gesellschaft heraus politisch zu engagieren. Mittlerweile ist Volt europaweit vertreten: Tausende Menschen aller Alters- und Berufsgruppen engagieren sich in 30 europäischen Staaten mit Teams in hunderten Städten.

Für Interviewanfragen sowie weitere Informationen melden Sie sich gerne unter:

Mark Appoh und Pauline Raabe
Presseteam Volt Deutschland
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Tel.: +49 176 80587774
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