Housing First: Ein bewährter Ansatz, um Obdachlosigkeit zu bekämpfen

Housing First: Ein bewährter Ansatz, um Obdachlosigkeit zu bekämpfen

10.09.2021
Volt startet Housing-First-Initiative in Frankfurt nach finnischem Vorbild: Wohnungslosigkeit nachhaltig bekämpfen
  • Tag der Wohnungslosen, 11. September 2021
  • Volt startet Housing-First-Initiative in Frankfurt nach finnischem Vorbild: Wohnungslosigkeit nachhaltig bekämpfen

Berlin, 10. September 2021 – Keine Wohnung, keine Unterstützung vom Amt, kein Job. Diesen Teufelskreis, mit dem Obdachlose nicht nur am Tag der Wohnungslosen, dem 11. September, zu kämpfen haben, will die paneuropäische Partei Volt durchbrechen. Housing First heißt das neue Prinzip, mit dem Finnland bereits erfolgreich gegen Wohnungslosigkeit angegangen ist. Dabei wird den Betroffenen zuallererst eine Wohnung bereitgestellt. In Frankfurt, wo Volt Teil der Europa-Koalition mit Grünen, SPD und FDP ist, hat die Partei nun eine erste Housing-First-Initiative gestartet. 

Martin Huber, Fraktionsvorsitzender Volt im Römer, berichtet über die Pläne der Koalition: “Mit einer Housing-First-Initiative haben wir in Frankfurt vor der letzten Kommunalwahl auf die europaweite Obdachlosigkeit aufmerksam gemacht. In einer Zeit, in der nicht alle Menschen Schutz vor der Pandemie in ihren eigenen vier Wänden finden konnten, wurde diese gesellschaftliche Misere besonders deutlich. Unser derzeitiges Sozialsystem, das überwiegend auf Nothilfe basiert, bietet keine langfristige Perspektive. Housing First dagegen schafft es, Menschen schnell und dauerhaft von der Straße zu holen, und ermöglicht ihnen ein selbstbestimmteres Leben. Es war uns sehr wichtig, dies auchn im neuen Koalitionsvertrag der Stadtregierung festzuschreiben: Frankfurt wird nun das deutschlandweit erste Housing-First-Programm starten.”

Volts politische Maßnahmen leitet die Partei aus wissenschaftlich erforschten Best-Practice-Beispielen ab. In puncto Wiedereingliederung geht der Blick nach Finnland: “Durch Housing First ist die Langzeit-Wohnungslosigkeit in Finnland von 2000 bis 2020 um etwa  60 % gesunken. Auch die staatlichen Kosten für die Betreuung und Unterstützung von Obdachlosen sind zurückgegangen. Hilfsbedürftige wurden seltener inhaftiert und mussten seltener medizinische Versorgung in Anspruch nehmen”, berichtet Matias Vanhanen von Volt Finnland. 

Bei der Bundestagswahl 2021 tritt Volt mit der Forderung an, Obdachlosen in ganz Deutschland Unterkünfte bereitzustellen. Alle 30 europaweiten Volt-Organisationen setzen sich dafür ein, dass Housing First auf dem gesamten Kontinent Anwendung findet und wissenschaftlich begleitet wird. 

Erfahren Sie mehr über die Initiative im RTL-Bericht mit Volt-Politikerin Eileen O'Sullivan

Sie möchten ein Interview mit Volt über das Housing-First-Prinzip aus Finnland führen? Wir sind sehr gerne Ihre Ansprechpartner*innen. 

Über Volt 

Der Name Volt ist Programm: „Energie für Europa“. Als Reaktion auf den Brexit und den erstarkenden Rechtspopulismus in Europa gründeten eine Französin, ein Italiener und ein Deutscher im März 2017 die paneuropäische Bewegungspartei Volt. Ihr Ziel: Neue Politik für ein neues Europa.

Als erste echte europaweite Partei setzt sich Volt dafür ein, die Europäische Union so zu reformieren, dass globale Herausforderungen gesamteuropäisch gelöst werden können. Die Basis dafür soll eine handlungsfähige, föderale Europäische Republik bilden. Volts Vision: Ein progressives Europa mit einer integrativen Gesellschaft, einer klimaschützenden Wirtschaft, einem anpassungsfähigen Bildungssystem und einer selbstbestimmten Digitalisierung.

Volt ist überzeugt, dass nur eine demokratische Beteiligung aller europäischen Bürger*innen Europa für eine nachhaltige, wirtschaftlich starke und sozial gerechte Zukunft wappnet. Deshalb handelt Volt auf allen Ebenen – von lokal bis europäisch, als Bewegung und Partei. Die Bewegung gibt allen europäischen Bürger*innen eine Stimme und die Möglichkeit, sich aus der Gesellschaft heraus politisch zu engagieren. Mittlerweile ist Volt europaweit vertreten: Tausende Menschen aller Alters- und Berufsgruppen engagieren sich in 30 europäischen Staaten mit Teams in hunderten Städten.

Für Interviewanfragen sowie weitere Informationen melden Sie sich gerne unter:

Mark Appoh und Pauline Raabe
Presseteam Volt Deutschland
presse@voltdeutschland.org
Tel.: +49 176 80587774
Tel.: +49 171 4764205