Weniger Autos, mehr Europa

Weniger Autos, mehr Europa

17.09.2021
Am 22. September ist der europäische autofreie Tag: ein Blick nach Paris > Tempolimit als Schlüsselinstrument für Klimaschutz und Verkehrssicherheit
  • Am 22. September ist der europäische autofreie Tag: ein Blick nach Paris
  • Tempolimit als Schlüsselinstrument für Klimaschutz und Verkehrssicherheit
  • Mit der European Citizens' Initiative EuroTrain will Volt Reisen europaweit schneller, smarter und einfacher machen

Berlin, 17. September 2021 – Schon heute hat das Auto in vielen europäischen Städten nicht mehr die Oberhand. Das feiern wir jährlich am europäischen autofreien Tag, dem 22. September, stellen aber auch fest, wie viel Luft nach oben bleibt. Die Vision von Restauranttischen am Straßenrand und leisem Fahrrad-Surren statt Luft verschmutzenden, lauten Autos ist in den ersten Städten Europas bereits Realität. Was Paris, Madrid, Barcelona, Houten und Oslo schon geschafft haben, will Volt auch in Deutschland erreichen: weniger CO2-Ausstoß, mehr Natur und mehr Zeit für Geselligkeit in den schnelllebigen Großstädten. Deutschland soll bis 2035 CO2- und ganz Europa bis 2040 klimaneutral werden. 

In Paris hat die Oberbürgermeisterin Anne Hidalgo (Parti socialiste) durchgesetzt, dass das Tempolimit im Großteil der Stadt seit dem 30. August sukzessive auf 30 km/h reduziert wird. Gegen den Widerstand von konservativen Bürgermeister*innen in einigen Stadtteilen sollen Diesel-Fahrzeuge ab 2024 gar nicht mehr in Paris fahren können. Einige zentrale Straßen wie die Rue de Rivoli wurden für Autos bereits 2020 gesperrt - Busse und Taxen ausgenommen. Bis 2022 soll Paris’ Innenstadt weitgehend autofrei sein. 

“Für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen ist Hidalgos Verkehrspolitik eine große Erleichterung. Denn wo Autos keinen Raum mehr haben, wurden die Radwege teilweise massiv ausgebaut. Das soll die Verkehrsunfälle und die Luftverschmutzung reduzieren”, sagt Anna Gvelesiani von Volt Paris. 

Auch in Helsinkis Innenstadt gilt Tempo 30. Volt sieht eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit als Schlüsselinstrument für Klimaschutz und Verkehrssicherheit. In Helsinki sind 2019 sogar erstmals keine Fußgänger*innen oder Radfahrer*innen ums Leben gekommen. Innerorts fordert Volt eine Begrenzung von 30 km/h, auf Landstraßen 90 km/h und auf Autobahnen 130 km/h. Für Mobilität ohne Auto sollen kurze Wege und eine moderne, flächensparende Raumplanung in den Kommunen durch die Stärkung des Umweltverbunds vorangetrieben werden. In vielen Städten Deutschlands, etwa in Frankfurt, Münster und Berlin, setzt sich Volt für verkehrsberuhigte, autoarme Innenstadtgebiete und den ÖPNV-Ausbau ein, damit wieder mehr Bepflanzung und Lebensqualität in die Städte einzieht.

Volt Frankreich ist zwar damit einverstanden, dass die Zahl der Autos in der Stadt reduziert wird, drängt allerdings darauf, dass wirklich jede*r auf das Auto verzichten kann und trotzdem mobil bleibt. Das heißt: sozialverträglicher Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. “Es ist wichtig, die Maßnahme im regionalen Ökosystem von Paris zu sehen. Die Stadtteile außerhalb, wo oft finanziell schwächer gestellte Bürger*innen wohnen, dürfen nicht vergessen werden. Gerade sie sind auf eine gute Anbindung angewiesen!”, sagt Gvelesiani. 

Mit einem neuen Zugnetz will Volt Europa auch außerhalb der Städte ohne Auto mobiler machen. Dazu hat Volt die European Citizens' Initiative mit dem Titel EuroTrain ins Leben gerufen. Nur mit einem einzigen (fair bepreisten) Ticket könnten Europäer*innen dann in Hochgeschwindigkeit quer durch Europa reisen. Hat die Initiative eine Million Unterschriften zusammen, befasst sich die EU-Kommission mit dem Projekt.

Volts Wahlprogramm zur Bundestagswahl enthält weitere innovative Maßnahmen, mit denen die Partei die Mobilitätswende europaweit umsetzen will.

Über Volt 

Der Name Volt ist Programm: „Energie für Europa“. Als Reaktion auf den Brexit und den erstarkenden Rechtspopulismus in Europa gründeten eine Französin, ein Italiener und ein Deutscher im März 2017 die paneuropäische Bewegungspartei Volt. Ihr Ziel: Neue Politik für ein neues Europa.

Als erste echte europaweite Partei setzt sich Volt dafür ein, die Europäische Union so zu reformieren, dass globale Herausforderungen gesamteuropäisch gelöst werden können. Die Basis dafür soll eine handlungsfähige, föderale Europäische Republik bilden. Volts Vision: Ein progressives Europa mit einer integrativen Gesellschaft, einer klimaschützenden Wirtschaft, einem anpassungsfähigen Bildungssystem und einer selbstbestimmten Digitalisierung.

Volt ist überzeugt, dass nur eine demokratische Beteiligung aller europäischen Bürger*innen Europa für eine nachhaltige, wirtschaftlich starke und sozial gerechte Zukunft wappnet. Deshalb handelt Volt auf allen Ebenen – von lokal bis europäisch, als Bewegung und Partei. Die Bewegung gibt allen europäischen Bürger*innen eine Stimme und die Möglichkeit, sich aus der Gesellschaft heraus politisch zu engagieren. Mittlerweile ist Volt europaweit vertreten: Tausende Menschen aller Alters- und Berufsgruppen engagieren sich in 30 europäischen Staaten mit Teams in hunderten Städten.

Für Interviewanfragen sowie weitere Informationen melden Sie sich gerne unter:

Mark Appoh und Pauline Raabe
Presseteam Volt Deutschland
presse@voltdeutschland.org
Tel.: +49 176 80587774
Tel.: +49 171 4764205