Die Zukunft der Arbeit

Arbeit und Arbeitsmärkte verändern sich dramatisch: Denn Digitalisierung, Globalisierung und demografischer Wandel verändern ihren Grundcharakter.

Dies bringt Herausforderungen und zugleich Chancen für Europa mit sich - aber wir alle erleben eine zunehmende Polarisierung und Zerrüttung des Status quo.

  • Einerseits ist die unfreiwillige Arbeitslosigkeit, insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit, in vielen Regionen alarmierend und stellt eine dramatische Bedrohung für den sozialen Zusammenhalt in der EU und den meisten ihrer Staaten dar;
  • Auf der anderen Seite finden Menschen, die mehr Flexibilität für ihre Work-Life-Balance und für die Selbstständigkeit wünschen, immer mehr Möglichkeiten, ihr Leben entsprechend zu gestalten.

Wir müssen beides verstehen und bewältigen. Dies ist eine der Hauptprioritäten für alle europäischen Bürger, und die traditionellen Parteien begreifen die Dringlichkeit dieser Angelegenheit nur langsam und schlagen tragfähige Lösungen vor.

Um diesen Übergang zur "Zukunft der Arbeit" gut zu bewältigen, muss die EU eine solide soziale Säule als Grundlage für eine "Soziale Europäische Union" aufbauen.

Volt befürwortet einen EU-weiten "Marshall-Plan für Arbeit und lebenslange Beschäftigungsfähigkeit" als ein Programm zur Umsetzung einer solchen Sozialunion mit den folgenden Komponenten:

Flexibilität und Work-Life-Balance

  • Volt unterstützt ein Arbeitszeitgesetz und will die anerkannte politische Stimme für die wachsende Zahl von Selbständigen, Start-ups, Crowd- und Gigworkern werden.

Lebenslanges Lernen für die Beschäftigungsfähigkeit

  • Volt unterstützt eine Strategie des Übergangs "von einer Arbeitslosen- zu einer Arbeitsversicherung" mit einer Neuausrichtung hin zu einem präventiven System, das auf die Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit ausgerichtet ist.
  • Volt befürwortet die sofortige Einführung von "Erasmus Pro", um jedes Jahr 200.000 Auszubildenden die Möglichkeit zu geben, eine zweijährige Ausbildung in einem anderen EU-Land zu absolvieren.
  • Volt unterstützt individuelle Langzeitkonten, die lebenslanges Lernen unterstützen, unterstützt durch einen regelmäßigen Bonus für lebenslanges Lernen und Umschulung.

Sozialschutz und Grundeinkommen

Volt sieht einen universellen Sozialschutz und ein angemessenes Einkommen als Kernpfeiler der EU-Politik. Dies erfordert eine langfristige Perspektive in Verbindung mit kurzfristigen Maßnahmen.

  • Volt befürwortet die Stärkung bestehender garantierter Mindesteinkommensregelungen (GMI) in der gesamten EU, zunächst mit dem bescheidenen Ziel einer Annäherung an eine Armutsgrenze von 40% des entsprechenden nationalen Durchschnittseinkommens ("extreme Armut"), wobei die Regelungen nicht nur von einer traditionellen Arbeitssuche, sondern auch von einer möglichen Entwicklung eines neuen Unternehmens oder sogar einer (unbezahlten) sozialen Tätigkeit (wie Mentorschaft usw.) abhängig sind.
  • Volt befürwortet die Idee eines Startkapitals für jeden Jugendlichen in der EU. Ein solches Startkapital kann als soziales Erbe angesehen werden, das es einem jungen Menschen ermöglicht, seine Talente zu entwickeln, eine Karriere zu wählen oder ein Unternehmen zu gründen, unabhängig vom sozialen Status und Wohlstand der Eltern.
  • Volt unterstützt groß angelegte Experimente mit bedingungslosem Grundeinkommen (UBI), um eine solide Wissensbasis für die Entscheidung über die Vorzüge dieses neuartigen Ansatzes zum Sozialschutz zu schaffen.

Die Position von Volt, hier zusammengefasst, ist das Ergebnis der Diskussion und Beteiligung aller unserer Mitglieder und Experten. Wir wissen, dass das Thema sehr komplex und in ständiger Entwicklung ist. Wir freuen uns daher über Kommentare und Anregungen von allen Interessierten!

Wir warten auf eure Kommentare und Ideen!


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